LEDs mit 208 Lumen pro Watt
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by: Gast
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Manche Pressemeldungen gehen fast ungelesen unter, obwohl ihr Inhalt von nachhaltiger Wirkung sein wird. CREE, ein amerikanischer Leuchtdiodenhersteller mit Sitz in Durham, North Carolina, meldete im Februar 2010, dass bei LEDs ein Wert von 208 Lumen pro Watt realisiert werden konnte. Das ist dicht an dem theoretischen Maximalwert von 350 lm/W dran; ein Wert, der aber nur mit vergleichsweise kaltem Licht (6600 K) erreicht werden kann. Die LEDs von CREE sind mit 4579 K ungleich wärmer und daher vor allem für den Wohnbereich angenehmer.
In der Praxis bedeutet dies, dass mit einer einzigen LED eine Leuchtkraft ermöglicht wird, die schon fast an eine 25-Watt-Glühlampe (etwa 230 Lumen) heranreicht. Weit wichtiger ist allerdings der Vergleich mit den LEDs, die derzeit im Handel verbreitet sind. Diese leisten oft nicht mehr als 50 Lumen mit 24 (!) Einheiten. Selbst die besten derzeit von CREE für den freien Handel gelieferten LED-Einheiten schaffen „nur“ 100 Lumen pro Watt. Es zeigt sich, dass noch ein sehr großes Potential in der Leuchtdiode steckt, die ehemals fast ausschließlich als Funktions- oder Kontrollleuchte genutzt wurde.
Das Entwicklungspotential liegt allerdings auch noch in anderen Bereichen der Leuchtdiode. So verlieren LEDs im Laufe einer Nutzungsdauer von 50.000 Stunden rund 30 Prozent ihrer Leuchtkraft, wobei dieser Wert offensichtlich noch sehr unsicher ist. Zuverlässigkeit ist also ebenfalls noch ins Lastenheft für weitere Entwicklungen aufzunehmen.
Zielbestimmung
Die LED hat sicherlich die größte Chance, bisherige Beleuchtungskonzepte zu ersetzen. Das schafft sie aber nur, wenn sie gebrauchsfähig wird. Und das bedeutet, dass sie sich am Bedarf des Endverbrauchers orientiert. Dieser möchte aber nicht unbedingt für den Wechsel auf die sicherlich sparsamere LED weitreichenden Verzicht üben. Weder die Lichtmenge noch das Design der Leuchten darf in einem Maße auf dem Spiel stehen, das die Einschränkungen zu groß erscheinen lässt. Hochwertige LEDs ermöglichen es durchaus, Lampen zu produzieren, die in den weitverbreiteten Formen der klassischen Glühlampen (Birne oder Kerze; 25, 40, 60 und 100 Watt) die gleiche Lichtmenge bei gleicher Farbtemperatur erzeugen können. Sie sollten technisch, elektrisch und mechanisch stabiler sein, damit die erheblich längere Lebensdauer auch ausgenutzt werden kann.
Bis solche LED Lampen Standard werden und zu einem akzeptablen Preis erworben werden können, wird es noch einige Zeit dauern. In dieser Zeit wird der Endverbraucher zum Tester, der hoffentlich viel Geduld und Geld mitbringt.
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Markus Hoffmann, freischaffenender Autor für technische Themen.
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