Woher kommt Business Intelligence?
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by: Gast
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Der Begriff „Business Intelligence“ (BI) geht auf die frühen 80er Jahre zurück, als man begann, die in einem Unternehmen bereits vorhandenen Informationen zu nutzen, um Entscheidungsträgern schnellere und vor allem qualitativ bessere Entscheidungen zu ermöglichen. Die ersten Formen von Business Intelligence Lösungen kamen 1980 in Gestalt von Executive Information Systemen (Führungskräfteinformationssystem, EIS) oder Management Information Systemen (MIS) und Anwendungen auf den Markt. Zu dieser Zeit bestand ein Executive Information oder Management Information System meist aus einer einzelnen Person, die verschiedene Berichte nach Schlüsselzahlen durchsuchte und diese in ein „Dashboard“ kopierte. Ein Dashboard diente einer begrenzten Zahl von Führungskräften zur Entscheidungsfindung, wobei man bedenken muss, dass Anfangs keineswegs grafische Elemente auf diesem Armaturenbrett zu finden waren. Erst nach und nach wich man von nackten Zahlenwerken ab und hob den Zustand wichtiger Schüsselzahlen durch Grafiken hervor.
Bei den EIS sollten folgende Anforderungen unterstützt werden: Zum Einen die periodische Bereitstellung standardisierter Berichte für alle Management-Ebenen, zum Anderen die verdichteten und zentralisierten Informationen über alle Geschäftsaktivitäten. Ebenso legte man großen Wert auf hohe Qualität und Korrektheit der Daten.
Die Management Executive oder Management Information Systeme entwickelten sich nach und nach zu Decision Support Systemen (Entscheidungsunterstützungssystem, DSS) weiter. Der Vorteil von Decision Support Systemen war die Möglichkeit, Entscheidungen zu simulieren. Zudem unterstützten sie neben der reinen Informationsbereitstellung das Management, die Informationen aktiv zu nutzen (Stahlknecht 1998, S. 366). Eine Entscheidung wurde mit einem Decision Support System aus einer Kombination von Methoden, Datenbeständen und dem Intellekt des Benutzers interaktiv getroffen. Während einer Problemlösungssitzung suchte sich der Anwender aus einer Anzahl von Daten und Methoden die passenden Elemente aus und näherte sich durch Kombination sukzessiv einer zufriedenstellenden Lösung.
In der sich immer schneller entwickelnden Geschäftswelt reichte es bald nicht mehr aus, die benötigten Berichte schon aus Kapazitätsgründen von nur einer Person erstellen zu lassen. Zudem mussten Managementberichte über alle Hierarchien eines Unternehmens und für verschiedenste Typen von Entscheidungsträgern bereitstehen. Weiter mangelte es bei den Vorgängersystemen an der Flexibilität, da die Berichte äußerst starr waren. Der gestiegene Informationsbedarf erforderte Konzepte und Werkzeuge, um die benötigten Berichte und Auswertungen jedem Entscheider innerhalb kürzester Zeit zu liefern. In der nächsten Produktgeneration kann der Anwender nun umfangreichen Ad-hoc-Reports selbst erstellen. Neben verbesserten Entscheidungsgrundlagen kann erstmals Transparenz zwischen verschiedenen und vorher isolierten Systemen hergestellt werden. Diese Form der Geschäftsanalytik bezeichnet man im Allgemeinen als Business Intelligence.
Ganz scharf lassen sich die Definitionen nicht trennen. So geben sie immer wieder Anlass zu Diskussionen. Wie bereits erläutert, werden Anwendungen zur Entscheidungsunterstützung dem Begriff Business Intelligence zugeordnet. Neben der Auswertungs- und Präsentationsfunktionalität beinhaltet dies jedoch auch die Datenaufbereitung und –speicherung.
über den Autor
Niko Wühr ist seit mehreren Jahren mit der Entwicklung von Business Intelligence Software bei der Firma evidanza GmbH beschäftigt und erlangte durch diese Tätigkeit tiefe Einblicke in die Bedürfnisse von Kunden von BI Software
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